Materialbedarf Horizontalsperre berechnen – einfach erklärt
Materialbedarf Horizontalsperre berechnen – Anleitung und Formel
Der Materialbedarf für eine Horizontalsperre hängt von mehreren Faktoren ab: Wandstärke, Bohrlochabstand und dem gewählten Injektionssystem. Eine korrekte Berechnung ist entscheidend für eine durchgängige Sperrschicht.
Grundprinzip
Eine Horizontalsperre funktioniert nur dann dauerhaft, wenn das Material gleichmäßig im Mauerwerk verteilt ist. Lücken oder Unterbrechungen führen dazu, dass Feuchtigkeit weiterhin aufsteigen kann.
Die physikalische Grundlage dazu: Kapillarwirkung im Mauerwerk
Wichtige Faktoren
- Wandstärke
- Bohrlochabstand
- Bohrlochtiefe
- Porosität des Mauerwerks
Details zur Ausführung: Bohrlochabstand und Bohrlochtiefe
Berechnungsformel
Als grobe Orientierung:
Materialbedarf pro Bohrloch ≈ Wandstärke (in cm) × Faktor
Typische Werte:
- 10 cm Wandstärke → ca. 0,1 Liter
- 24 cm Wandstärke → ca. 0,24 Liter
- 36 cm Wandstärke → ca. 0,36 Liter
Die exakte Menge hängt vom System und der Saugfähigkeit des Mauerwerks ab.
Berechnung pro laufendem Meter
Bei einem typischen Bohrlochabstand von 10–12 cm ergeben sich:
- ca. 8–10 Bohrlöcher pro Meter
Beispiel:
- Wandstärke 30 cm
- ca. 0,3 Liter pro Bohrloch
- 10 Bohrlöcher → 3 Liter pro Meter
Typische Fehler
- Materialmenge zu gering angesetzt
- ungleiche Verteilung
- nicht angepasster Bohrlochabstand
Diese Fehler führen häufig zu einer unvollständigen Sperrschicht.
Systemabhängigkeit
Je nach Verfahren variiert der Verbrauch:
- wasserfreie Systeme → kontrollierbare Verteilung
- Mikroemulsionen → Verdünnung möglich
Fazit
Eine korrekte Berechnung des Materialbedarfs ist entscheidend für die Wirksamkeit der Horizontalsperre. Zu wenig Material führt fast immer zu unvollständiger Abdichtung.

